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Kanu- & Bootstouren auf Hamburgs Kanälen

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Eine Schiffsfahrt, die ist lustig, eine Schiffsfahrt, die ist schön, und auf Hamburgs Wasserstraßen gibts besonders viel zu sehn. Schließlich verdankt die Hansestadt ihren Beinamen »Venedig des Nordens« nicht nur ihren 2.427 Brücken, sondern auch rund 130 km befahrbaren Wasserläufen. Und vom Wasser aus erschließt sich häufig ein ganz anderer, ganz neuer Blick auf Hamburgs Ufer. Da ist es bei Sonnenwetter geradezu ein Muss, die Stadt einmal im Ruderboot zu erobern. Mal gleitet man dabei an Schrebergärten, feudalen Villen oder bizarren Industriekulissen vorbei, mal fühlt man sich fast wie im Sumpfgebiet des Amazonas, dann wieder säumen weite Wiesenlandschaften den Weg. Wer möchte, kann am Ufer anlegen und auf den angrenzenden Wiesen picknicken. Für das leibliche Wohl ist auch sonst gesorgt – einige Cafés am Wasser haben einen eigenen Bootsanleger. Ein ganz anderes Panorama bietet die sich von Ochsenwerder durch die Vierlande schlängelnde Gose-Elbe. Im Südosten der Hansestadt paddelt man los, weiter auf schilfbewachsenen Kanälen, die gesäumt sind von Gemüse- und Freilandbeeten. Kleiner Tipp: Legen Sie mit Kind und Kegel an und decken Sie sich bei einem der angrenzenden Obstbauern mit frischem Obst für den kräftezehrenden Rückweg ein.

Bootsverleih

Mal einen Tag Kapitän spielen und mit dem eigenen Boot durch Hamburg schippern? Kein Problem, schließlich gibt es in der Hansestadt rund 130 km befahrbare Wasserläufe, auf denen es einiges zu sehen und zu erleben gibt. Einfach ein Tret- oder Ruderboot ausleihen, und los geht das Vergnügen. Wer auf einen Segeltörn auf der Außenalster aus ist, muss allerdings einen Segelschein vorweisen können. Ansonsten müssen auch auf dem Wasser ein paar Verkehrsregeln beachtet werden: Auf der Alster gilt rechts vor links und Polizei sowie Linienschiffe haben Vorfahrt. Leihsaison ist in der Regel von April bis Oktober. Kosten für den Wasserspaß: pro Stunde für zwei Personen ab € 9 für ein Ruder- oder ein Tretboot, Segelboote um € 15.

Vermieter an der Außenalster:
Bobby Reich
Fernsicht 2, 22303 Hamburg (Harvestehude), Tel. 040-48 78 24

Hans Pieper
An der Alster (Hotel Atlantic), 20099 Hamburg (St. Georg), Tel. 040-24 75 78
Hier kann man auch Kindersegelboote, so genannte »Optimistenjollen« mieten. In den Sommerferien werden Kindersegelkurse angeboten.

Bootshaus Töns
Ratsmühlendamm 2, 22303 Hamburg (Fuhlsbüttel), Tel. 040-59 94 98.

Bootshaus Silwar
Eppendorfer Landstr. 148b (im Hayn-Park), 22303 Hamburg (Eppendorf), Tel. 040-47 62 07

Vermieter am Inselkanal:
G. Wüstenberg
Deelbögenkamp 2-3, 22297 Hamburg (Winterhude), Tel. 040-51 77 01

Vermieter am Osterbekkanal:
Dornheim Bootswerft
Kaemmererufer 25, 22303 Hamburg (Winterhude), Tel. 040-279 41 84.
Hat bis Nov geöffnet.

Vermieter am Stadtparksee/ Goldbekkanal:
Bootsverleih Rhoden am Stadtparksee
Südring 5a, 22303 Hamburg (Winterhude), Tel. 040-27 34 16

Vermieter an der Gose-Elbe:
Paddel-Meier
Heinrich-Osterath-Str. 256, 21037 Hamburg (Kirchwerder), Tel. 040-737 22 70
Bietet Paddelkurse, auch für Kinder mit Handicap, und hat ganzjährig geöffnet.

Hafen- & Barkassenrundfahrten

Elbluft weht um die Nase, und der Blick gleitet über den Hafen – das sind die kleinen Genüsse einer Hafenrundfahrt. An Bord lernt man auch gleich eine Hamburger Institution kennen: »He lücht«. Das sind die Reiseführer, die neben Informationen auch eine ganze Menge Seemannsgarn verbreiten. Zu empfehlen sind besonders die Fahrten auf den hamburg-typischen Barkassen, denn die wendigeren Boote steuern auch Ziele an, die mit den grün-weißen Fährschiffen nicht zu erreichen sind. Die alternativen Barkassenfahrten der DGB-Jugend zeigen den Hafen nicht nur von seiner Schokoladenseite, sondern berichten über die harten Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter und der Seeleute. Touren zu Themen wie »Dritte Welt«, »Migration und Rassismus« oder »Umwelt« werden von April bis Ende Oktober regelmäßig von den Mitgliedern des Vereins »Rettet die Elbe« organisiert. Fahrten und Führungen durch die Speicherstadt  veranstaltet auch das Speicherstadtmuseum.

HADAG
Bei den St. Pauli Landungsbrücken
Brücke 2
20359 Hamburg (St. Pauli)
Tel. 040-31 17 07-24
www.hadag.de
Die große Hafenrundfahrt dauert eine Stunde.
Kinder (4- 16 J.) € 4,50, Erwachsene € 9, Familien ab € 17.

Kapitän H. Prüsse Hafenrundfahrten
St. Pauli Landungsbrücken
Brücke 3
20359 Hamburg (St. Pauli)
Tel. 040-31 31-30/-40
www.hafenrundfahrt-classic.de
22 Barkassen mit bis zu 160 Sitzplätzen sind für den weißhaarigen Käpt’n im Einsatz. Abgelegt wird alle halbe bis dreiviertel Stunde. Highlight: der Original-Schaufelraddampfer »Mississippi Queen« mit Platz für 500 Gäste
Kinder € 5, Erw. € 9.

DGB-Jugend Hamburg
Landesbezirk Nord
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg (St. Georg)
Tel. 040-28 58-256
www.dgb-jugend-hamburg.de
Termine erfragen, Kosten: € 6 pro Person.

Rettet die Elbe e.V.
Nernstweg 22
22765 Hamburg (Ottensen)
Tel. 040-39 30 01
www.rettet-die-elbe.de
Do 17-19 Uhr können Sie die Termine erfahren.
Kosten: € 8 pro Person

Museumsschiffe

Cap San Diego 

Die Cap San Diego ist eine Art maritimes Denkmal im Hamburger Hafen. Der Stückgutfrachter transportierte praktisch alle Handelswaren, verpackt in Säcken, Fässern oder Kisten. Bei einem Rundgang durch das Schiff spürt man noch heute einen Hauch der guten alten Zeiten der Seefahrt. Wie mag es wohl gewesen sein, wochen-, zum Teil monatelang auf engstem Raum mit vielen Menschen auf hoher See zusammenzuleben? Zu besichtigen ist das Schiff von der Brücke bis zum Wellentunnel. Kids, die von Seefahrerromantik träumen, begeistert besonders der Wohnraum des Kapitäns sowie der Karten- und Funkraum. Nicht zu vergessen: der gewaltige Maschinenraum des stolzen Schiffes.

Adresse:
Überseebrücke
20459 Hamburg (St.Pauli)

Öffnungszeiten & Eintritt:
tägl. 10-18 Uhr
Kinder 4-13 J. € 2,50, ab 14 J. € 3,50, Erw. € 6, Familien € 9

Kontaktinformationen:
www.capsandiego.de
Tel. 040-36 42 09


Rickmer Rickmers

Wenn man sich vorstellt, wie die Mastkörbe in luftigen Höhen bei entsprechendem Seegang ins Schwanken geraten, kann einem schwindelig werden. Doch auch Blicke ins Innere der Rickmer Rickmers beflügeln die Fantasie. Neben der Badewanne des Kapitäns ist hier nämlich auch eine Schiffsapotheke zu besichtigen, in der malade Matrosen wieder auf Vordermann gebracht wurden. Der im Hafen liegende Windjammer, einer der letzten unserer Tage, hat noch weitere Geschichten – ob Seemannsgarn oder nicht, wer weiß das schon – zu erzählen, denn er hat viel erlebt. Fest steht, dass das 1896 in Bremerhaven vom Stapel gelaufene stählerne Vollschiff 1983 im Hamburger Hafen fest vor Anker ging. Mit Millionenaufwand restauriert, liegt der Dreimaster heute als Museum mit Restaurant und als schwimmendes Wahrzeichen an den Landungsbrücken.

Adresse:
Landungsbrücken, Brücke 1
20359 Hamburg (St. Pauli)

Öffnungszeiten & Eintritt:
tägl. 10-18 Uhr
Kinder 4-12 J. € 2, Schüler € 2,50, Erw. € 3

Kontaktinformationen:
www.rickmer-rickmers.de
Tel. 040-319 59 59



Museumshafen Övelgönne 

Im Museumshafen Övelgönne riecht es nach Holz und nicht nach Benzin. Kein Wunder, denn im Minibecken liegen originalgetreu restaurierte Schiffe der norddeutschen Berufsschifffahrt vor Anker. Der Hafen ist kostenlos zugänglich, sodass man sich die Schiffe jederzeit zumindest von außen ansehen kann. Das nähere Beschnuppern der maritimen Sehenswürdigkeiten ist mit etwas Glück verbunden, denn ein Gang an Bord ist nur möglich, wenn die Eigner anwesend sind. Auch sind nicht immer alle Museumsstücke vor Ort, denn die immer noch seetüchtigen Schiffe sind vor allem in den Sommermonaten oft auf großer Fahrt. Besonders interessant sind der generalüberholte Hafenschlepper »Klaus D.« und das mehr als 100 Jahre alte Feuerschiff »Elbe 3«, das an Wochenenden und nur nach Anmeldung (14 Tage vorher) unter u.g. Rufnummer in Gruppen und von Schulklassen (Kinder € 1,50, Erw. € 2) besichtigt werden kann. Auch ein Gang auf den Eisbrecher »Stettin«, der ebenfalls am Anleger festgemacht hat, lohnt sich: Der Maschinenraum ist gigantisch.

Adresse:
Övelgönne 42
Anleger Neumühlen
22605 Hamburg (Övelgönne)

Kontaktinformationen:
www.museumshafen-oevelgoenne.de
Tel. 040-643 28 82
Ansprechpartner: Herr Fischer

Elbfahrten

Schiff ahoi! Ob Sie mit dem Katamaran über das Wasser flitzen, gemütlich mit dem Raddampfer vor sich hin tuckern oder eine Hafenrundfahrt machen – diese Adressen können wir Ihnen empfehlen.

HADAG  

Es muss ja nicht immer das Traumschiff sein! Auf den hübschen weißen Elbschiffen schippert man ebenso schön die Elbe stromauf und -ab. Die HADAG bietet neben ihren Hafenrundfahrten an Wochenenden und Feiertagen auch »Niederelbtouren« ins Alte Land an. Wer sich für solch einen Ausflug ins Alte Land entscheidet, der schippert vorbei am Museumshafen Övelgönne nach Teufelsbrück und Blankenese, kann an der Schiffsbegrüßungsanlage Willkommhöft einen Zwischenstopp einlegen und landet schließlich in Lühe. Die »Alte-Land-Fahrt« lässt sich auch prima mit einer Radtour verbinden. Nähere Informationen, Abfahrtszeiten und Preise erfahren Sie telefonisch oder im Internet.

Adresse:
Fischmarkt 28
20359 Hamburg (St.Pauli)

Kontaktinformationen:
www.hadag.de
Tel. 040-31 17 07-0



Elbe-City-Jet GmbH 

Ein Flusstörn mit Thrill: In Blitzgeschwindigkeit brausen die Elbe-City-Jets im Linienverkehr zwischen Landungsbrücken und Stade hin und her, mit Zwischenstopp in Lühe im Alten Land. Kein Wunder, dass die Hochgeschwindigkeitskatamarane auch »die schnellsten zwei Beine über die Elbe« genannt werden: Statt in 70 Minuten mit der Bahn oder in 90 Minuten mit dem Auto kommt man mit den flinken Katamaranen in 45 Minuten ans Ziel. Gerade für Kids ein guter Auftakt für einen Ausflug ins Alte Land.

Adresse:
Bei den St. Pauli Landungsbrücken 4
20359 Hamburg (St.Pauli)

Preise:
Die einfache Fahrt kostet für Erwachsene von Hamburg nach Lühe € 7,50, nach Stade € 9,50, Kinder zahlen die Hälft. Fahrräder können mitgenommen werden und kosten für die einfache Fahrt € 3 bzw. € 4.

Kontaktinformationen:
www.elbe-city-jet.de
Tel. 040-31 27 49


Ältester Raddampfer

Im Städtchen Lauenburg versteckt sich eine kleine Sensation: Der letzte noch fahrende, kohlebefeuerte Schaufelraddampfer Deutschlands, die »Kaiser Wilhelm«. Das 1900 gebaute Ex-Weserschiff wurde von den Mitgliedern des Museumsvereins restauriert und steht jetzt an einigen Wochenenden im Sommer (Ende Mai bis Ende September) voll unter Dampf. Die Touren (jeweils hin und zurück) führen meistens nach Boizenburg (€ 6,50), nach Bleckede (€ 11) und – wenn es der Wasserstand zulässt – nach Hitzacker (€ 22). Kinder bis sechs Jahre fahren kostenlos mit, Youngsters bis zwölf Jahre zahlen 50 % des Preises. Fahrräder (Anmeldung erforderlich) und Hunde werden gegen einen geringen Obolus befördert, und für Kaffee und Kuchen sorgt die Bordgastronomie. Wer nach der Fahrt noch mehr über die Schifffahrt wissen möchte, dem sei ein Besuch des Elbschiffahrtsmuseums empfohlen.  Am Ende eines solchen »Schiffsfamilientags« sollten zum Thema Schiffe wirklich keine Fragen mehr offen sein! Fahrpläne der »Kaiser Wilhelm« gibt es vor Ort bei den Anlegern, beim Gästeservice »Opendoor« (Tel. 04153-52 02 67) oder auf der Homepage .

Adresse:
Elbuferpromenade, Unterstadt/Altstadt Lauenburg.
Anfahrt: A25 bis Geesthacht, dann B5 bis Lauenburg

Kontaktinformationen:
www.raddampfer-kaiser-wilhelm.de